Freitag, 20. November 2009

Termine

Die Arbeit wird am Wochenende fortgesetzt. Beschlüsse vom Wochenende werden am Montag vorgestellt und zum Veto ausgegeben.

Das nächste Plenum findet am morgigen Samstag um 10.00 Uhr statt. Zwar ist dieses primär für Organisatorisches gedacht, es sind aber natürlich alle herzlich eingeladen mitzudiskutieren.

Die AKs treffen sich um 11.00 sich in Ruhe ihrer Arbeit zu widmen, das Plenum wird parallel weitergehen.

Kommentare:

  1. hallo und einen guten tag,
    nachdem ich sehr begeistert von den ersten beiden tagen unserer besetzung in kiel nach hamburg gefahren bin, hab ich gestern dort das plenum im besetzten audimax und die konfrontation mit dem akademischen senat gestern dort erlebt. ich möchte euch, schon bevor ich montag wieder bei euch bin um euch davon zu berichten, kurz darüber informieren, dass sich hier in hamburg die besetzung und der protest allgemein zu einer neuen ebene weiterentwickelt, und sich dies auf die bewegung an den unis und im bildungsbereich insgesamt auswirken könnte. Wie bekannt ist, haben hier über 1500 studierende in einer direkten aktion gegen die undemokratischen strukturen der präsidentenwahl an der uni interviniert, was den akademischen senat gezwungen hat, in versteckter manier gegen den widerstand der studierendenschaft die entscheidung für den neuen präsidenten lenzen durchzudrücken- ein präsident, der an der fu berlin aufgrund seiner marktradikalen einstellung v.a. im bezug auf die exzellenzinitiative in massive konfrontation mit den dortigen studierenden geraten war. gestern entzündete der akademische senat mit seinem "besuch" im besetzten audimax einen aufbruch zur demokratisierung der uni (gegen die einflussnahme von politik und wirtschaft, für echte mit- und selbstbestimmung der studierenden gg. das hochschulgesetz). So wurde gestern in hamburg postuliert: "die überwindung der offensichtlich undemokratischen strukturen an den universitäten und im bildungsbereich insgesamt sind von heute an forderstes ziel dieser besetzung und unseres protestes. wir greifen das feuer auf, dass von den studierenden in wien entzündet wurde, und tragen es weiter für eine infragestellung der gesellschaftlichen auffassung von demokratie und freiheit, in der wir als bloße verwaltungsobjekte in der bürokratischen arena vorgesehen sind. der akademische senat hat mit seinem vorgehen dafür gesorgt, dass der protest ab heute erst richtig los geht." Ein Signal, dass wir in kiel unbedingt aufgreifen sollten! gegen die fremdbestimmung der bildung durch politik und wirtschaft! für direkte mitbestimmung in allen fachbereichen! für die autonomie der universität! für eine demokratisierung des bildungsystems, von der kita über die schule bis zur uni! gegen die fremdbestimmung im zuge von bologna prozess und den föderalen hierarchie ebenen!

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  2. Heißt das etwa wir wollen auch auf Gelder aus Wirtschft und Politik verzichten? Ist mit Politik die Regierung gemeint?Und ist die nicht demokratisch legimitiert?

    Fragen über Fragen

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  3. he tobi,
    die verwaltung der uni über gremien wie den hochschulrat ist eine fremdverwaltung. studentische und mitarbeiterInnen mitbestimmung finden dort nur auf dem papier statt, in dem diese gruppen marginalisiert in den finalen sitzungen entscheidungen, die von uni fernen lobby gruppen durchgepeitscht wurden, nur abnicken dürfen. herauskommen dann katastrophale bachelor/master regeln in einigen fachbereichen, die umstellung der lehrinhalte auch gegen den willen der dozentInnen, die verwaltung des campus durch dienstleistungsfirmen etc.- alles vorgänge, die direkt an den menschen, die hier studieren, vorbei gehen.

    wenn du "die regierung" als den gesamtzustand in dieser gesellschaft begreifst, und also so meinst, damit sei hier alles, was es institutionell nur irgendwie gäbe, "demokratisch legitimiert"- dann sind begriffe wie selbstbestimmung oder nur mitbestimmung einem "demokratisch legitimierten" system wohl fremd. im übrigen sind die entscheidungsstrukturen an den unis erst im zuge des gats- abhänigen bologna prozesses umgestellt worden, eben unter dem einfluss wirtschaftlicher lobby gruppen. gefragt wurde dabei niemand. dass eine gewählte regierung auf bundes- und landesebene das befördert hat, macht diese entscheidung doch nicht auf ewig richtig und unangreifbar. vielmehr gab es von anfang an auf allen ebenen des universitätsbetriebes massive kritik an diesem vorgehen, doch hat sich die politik einfach taub gestellt- und jetzt haben wir diese machtstrukturen, die eine unabhänigkeit von lehre und forschung im prinzip unmöglich machen. gerade im bezug auf demokratische werte ist dass etwas, was so nicht akzeptiert werden kann. beste grüße
    hirks!

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