Samstag, 21. November 2009

Selbstverständnis des AK Gender

Dies ist ein von Student_innen, Schüler_innen und sich solidarisch zeigenden Menschen besetzter Raum.
Ziel dieser Besetzung ist es, mit möglichst vielen Menschen, über Missstände der Bildungspolitik zu sprechen, diskutieren und Lösungsansätze zu erarbeiten.
Entgegen dem immer größer werdenden Druck im (Studien-)Alltag zu funktionieren, möchten wir einen Freiraum bieten, in dem Zwischenmenschlichkeit frei von Sexismus, Rassismus, Hierarchien und anderen Unterdrückungsmechanismen ist.

!FÜR EIN SCHÖNES MITEINANDER!

- AK Gender

Kommentare:

  1. Selbstverständnis?!?
    Dies ist ein von Student_innen, Schüler_innen und sich solidarisch zeigenden Menschen besetzter Raum.
    Ziel dieser Besetzung ist es, innerhalb eines möglichst kleinen, gleichgeschalteten und elitären Kreises über die Probleme des alltäglichen Lebens zu sprechen, diskutieren und Lösungsansätze zu erarbeiten.
    Entgegen dem immer größer werdenden Druck im (Studien-)Alltag zu funktionieren (Grammatik?), möchten wir einen abgeschotteten Raum bieten, in dem Intoleranz frei von Sexismus, Rassismus, Hierachien (abgesehen von meinem eigenen Ego, das selbstverständlich immer die absolute Wahrheit spricht), und anderen Unterdrückungsmechanismen ist.

    !FÜR EIN ENGSTIRNIGES GEGENEINANDER!

    - AK Vergebene Chance

    AntwortenLöschen
  2. @Frustrierter Student:
    Kannst Du das mal erläutern? Was passt Dir nicht? gibt es nicht mehr das Veto im Plenum?

    AntwortenLöschen
  3. Irgendwie dachte ich, wir hätten bereits konkrete Forderungen an die Politik gehabt, als wir demonstriert haben und der Hörsaal besetzt wurde. Von denen lese ich aber seitdem kaum noch etwas. Geht es nun doch nicht vorrangig darum, diesen Forderungen Gehör zu verschaffen?

    Und ein Freiraum, in dem Zwischenmenschlichkeit frei ist von Sexismus und Rassismus ist natürlich immer etwas schönes. Allerdings kann das nicht das vordringliche Ziel einer solchen Besetzung sein. Entschuldigt, aber für mich klingt das so, als ob da wieder eine bestimmte Klientel ihre Steckenpferde reitet. Denn der Anspruch, entgegen dem Uni-Alltag einen solchen Freiraum zu schaffen, suggeriert ja, dass außerhalb dieses besetzten Hörsaals Frauen und Farbige ständig unterdrückt würden. Und das ist nun mal - wenn man z.B. an die vergangenen Uni-Vollversammlungen denkt, an denen man sicher das ein oder andere kritisieren kann, die aber sicher nicht von Sexismus oder Rassismus geprägt waren - höchstens in einer gewissen autonom-überspannten Weltsicht der Fall.

    Das ist, wie "frustrierter Student" auch anzudeuten scheint, bloßes Schmoren im eigenen Saft. Man sieht es ja schon daran, dass bei euch ernsthaft darüber diskutiert wurde, ob und wer fotografiert werden darf. Gerade so, als ob es nicht um die Schaffung von Öffentlichkeit, um das öffentliche Einstehen für unsere Ziele ginge. In Wien gibt es sogar eine Webcam, durch die jeder sieht, was ihn dort erwartet. Nur in Kiel haben es scheinbar einige geschafft, den anderen ihre kindische Ich-bin-ja-so-untergrund-Attitüde aufzudrücken.

    Da hilt dann auch kein Veto mehr...

    AntwortenLöschen
  4. Hmmm...war gestern auf der Vollversammlung und fand, dass die Diskussion zum Schluss aus dem Ruder geriet. Daher finde ich den obigen Aufruf sehr löblich! Ich hoffe außerdem, dass heute abend der Schwerpunkt auf den Forderungen (freier Masterzugang, bessere Studienbedingungen...) liegt, damit wir einig in die nächste Woche gehen können!

    AntwortenLöschen
  5. Kann kleine Spinner da nur zustimmen! Ein paar Volldeppen drücken ihre Politdogmas durch, mit Vetos die die durch die Fragestellung als ein mnaipulatives Mittel gebraucht werden können. Und falls sich das Plenum doch gegen sie entscheidet wird sich einfach drüber weggesetzt. Es geht hier außerdem in erster Linie um studentische Forderungen und nicht um euren Sexismus den ihr in alles und jeden suggeriert, weil ihr sonnst nix zu tun habt! Damit macht ihr alles kaputt und betreibt Spaltung bis zum geht nich mehr.

    "Mädel" und von mir aus köpft mich wenn ich wieder komm, aber den scheiß muss ich mir nich länger geben!

    AntwortenLöschen
  6. Um sich da mal neutral einzuklinken:
    Wir diskutieren seit knapp 5 Stunden konstruktiv über den Masterzugang. Ich selbst hatte gestern auch fast schon das Handtuch geworfen, aber ich bin super zufrieden mit dem Tag heute.

    So sollte es weitergehen!


    Alex/AK Presse

    AntwortenLöschen
  7. Vorweg: Zum einen war ich beim Schreiben meines ersten Kommentars davon ausgegangen, dass es sich um nicht um ein Manifest des AK Gender, sondern um einen Beschluss des gesamten Plenums handelt. Zum anderen war ich gestern nicht auf der Vollversammlung und kann daher nichts zu der dortigen Diskussion sagen; was hier in den anderen Kommentaren angedeutet wird, hat jedenfalls nichts mit der konstruktiven Atmosphäre gemein, die ich heute erlebt habe.

    Zum Thema: Ich würde mir wünschen, dass der AK Gender sich nicht darauf beschränkt, als einzigen politischen Anspruch das Ziel zu formulieren, einen Freiraum von Sexismus usw. zu schaffen. Denn die Geschlechterverhältnisse an unserer Uni sind durchaus eine genauere Betrachtung wert:

    - Wir haben hier ein Institut für Informatik, an dem 16 Lehrstühle mit Männern, aber kein einziger mit einer Frau besetzt ist.

    - In den technischen Fächern wird der Frauenmangel/Männerüberschuss höchstens mal in Form von "Girl's Days" thematisiert, deren Voraussetzung es ist, dass Frauen das Defizit "Technikferne" zugeschrieben wird. Die technikferne Frau wird dort an einem Tag im Jahr von wohlwollenden Männern an "die Technik" herangeführt. Zwar wird erkannt, dass "Technik" derzeit eine vorwiegend männliche Praxis ist, aber die naheliegende Einsicht, dass die Technik ebenso an dem Defizit "Frauenferne" leidet, wird wohl überdeckt von dem Wunsch, selbst das Maß aller Dinge zu bleiben.

    - Dieses Spektakel wird durch eine zunehmende Theorieblindheit in den geisteswissenschaftlichen Fächern gedeckt. Wo wird denn an dieser Universität noch das sozialpsychologische Instrumentarium gelehrt, um sich angemessen mit feministischen Fragestellungen auseinanderzusetzen?

    Da müsste man mal drüber reden.

    AntwortenLöschen
  8. hmmm... hört sich gut an :)

    War seid Freitag nicht mehr da und vielleicht hat sich ja wirklich was getan. Dann komm ich heut mal wieder in der Hoffnung in eine produktive Athmosphäre zu kommen. Und natürlich hoffe ich das ich nicht geköpft werde ;).

    AntwortenLöschen
  9. Naja wenn du Darius (von den Juso´s,oder) wieder mit deiner "Mädels"-Sexisten Kacke anfängst, musst du dich doch nicht wundern wenn du verbal "geköpft" wirst. Danke noch mal an die Frau die den Mut hatte dagegen aufzustehen und ihre Meinung gesagt hat. Das mach Mut auch aufzustehen!!!Sexismus darf kein Platz haben und nicht auf BesetzerInnenplena.
    und an kleiner Spinner: Rassismus und Sexismus beschränkt sich nicht nur auf farbige und Frauen!Überprüf noch mal deine Definition

    AntwortenLöschen
  10. Clara, ich streite mich nicht um Definitionen. Den Preis, dass mir Phrasen wie "Sexismus darf kein Platz haben" hohl erscheinen, zahle ich dafür gerne.

    AntwortenLöschen